SINUS

SINUS ist eines unserer abgeschlossenen Schulprojekte. Das Projekt SINUS-Transfer-Grundschulen nahm Bezug auf spezifische Aufgabenfelder innerhalb mathematischer und naturwissenschaftlicher Lernbereiche an rheinland-pfälzischen Grundschulen. Es orientierte sich an den landesspezifischen Gegebenheiten zur Qualitätsentwicklung in der Primarstufe und an der zunehmenden Heterogenität im Lern- und Leistungverhalten von Grundschulkindern. Es entwickelte basisbezogen unterrichtliche Handlungskompetenzen. Die zentralen Zielstellungen des SINUS-Transfer Programms für die Grundschulen in Rheinland-Pfalz liegen darin, den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht an Grundschulen in enger Zusammenarbeit mit und von Lehrkräften weiterzuentwickeln und mathematisch-naturwissenschaftliche Grundkompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern zu sichern.

Wer arbeitet im Programm mit?

Das Modellprogramm SINUS an Grundschulen wird von elf Ländern der Bundesrepublik getragen. Als Motoren der Weiterentwicklung des Unterrichts sind derzeit rund 5000 Lehrerinnen und Lehrer an etwa 600 Grundschulen aktiv. Sie bilden an ihrer Schule Teams und arbeiten gemeinsam an den Modulen, dokumentieren und reflektieren ihre Arbeit. Mehrere Schulen einer Region schließen sich zu Schul-Sets zusammen, die sich regelmäßig zum Austausch treffen und von einem Setkoordinator oder einer -koordinatorin betreut werden. Innerhalb eines Landes arbeiten die Schul-Sets zusammen und treffen sich vier Mal im Jahr. Die Koordinationen der Schul-Sets tauschen sich mit der Landeskoordination aus. Bundesweit wird das Programm vom IPN in Kiel koordiniert. Das IPN organisiert jährlich bundesweit zwei zentrale Fortbildungsveranstaltungen, an denen Vertreterinnen und Vertreter aus den Ländern zusammenkommen und an Workshops zu den Schwerpunkten der Programmarbeit teilnehmen. Die wissenschaftliche Begleitung von SINUS an Grundschulen wird ebenfalls vom IPN übernommen.

Wie setzen wir SINUS an unserer Schule konkret um?

Bereits Kleinkinder sind sehr neugierig und wollen die Welt entdecken. Sie sind sehr an naturwissenschaftlichen Phänomenen interessiert und entwickeln einen enormen Wissensdrang. Immer wieder erkunden sie ihre Umwelt. Jedoch steht in diesem Alter nicht das Phänomen an sich im Mittelpunkt, sondern das praktische Tun und Werken. An dieses Interesse muss die Grundschule anknüpfen. Deshalb haben wir uns darauf geeignet, den Schwerpunkt auf das naturwissenschaftliche Arbeiten im Sachunterricht zu legen und die Kinder in diesem Bereich in ihren Kompetenzen zu fördern.
Ein handelnder und entdeckender Sachunterricht führt Grundschulkinder noch stärker an naturwissenschaftliches Denken heran, weil dadurch neue Wege eröffnet werden, sich früh mit Phänomenen der belebten und unbelebten Natur auseinander zu setzen. Um im Sachunterricht verstärkt Versuche und Experimente aus vielen naturwissenschaftlichen Bereichen durchführen zu können, sind wir gerade dabei, unsere eigene Forscherwerkstatt aufzubauen. Dort werden viele Labor- und Verbrauchsmaterialien untergebracht, die für die Durchführung der Versuche und Experimente notwendig sind. Die Arbeit mit diesen Materialien ermöglicht den Kindern eine intensive Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Methoden und sind so aufgebaut, dass sie ein genaues Beobachten herausfordern und im Anschluss daran, das Beschreiben der Beobachtungsergebnisse in Form von Wort und Bild erfolgt.
Diese Herangehensweise an naturwissenschaftliche Phänomene eignet sich besonders, um den Sachunterricht noch besser mit der Sprachförderung zu verknüpfen: Die Sprache gibt den Dingen Namen, beschreibt Vorgänge und ist das wichtigste Medium zur Verständigung über Sachverhalte. Im Kindesalter gelingt Begriffsbildung am besten durch Anknüpfung an die unmittelbare Erfahrung: Beim Beschreiben einer Sache, eines Vorgangs, eines Erlebnisses können Fragen entstehen, die zu Erklärungsversuchen, zu Verständnis und Verstehen und zu neuen Begriffsbildungen führen.

SINUS - Abschlussbericht

Abschlussbericht